Warum Erkältung nicht von Kälte kommt

Auch wenn das Wort darauf hinzuweisen scheint: Einen direkten Zusammenhang zwischen Erkältung und Kälte gibt es nicht. Vielmehr halten wir uns bei Kälte einfach häufiger gemeinsam mit anderen in Innenräumen auf – Viren können so viel leichter überspringen. Aus demselben Grund sinkt im Winter außerdem die körpereigene Vitamin-D-Produktion: Dafür wird nämlich Sonnenlicht benötigt. Dieser Vitaminmangel schwächt unser Immunsystem.


Zwei- bis viermal erkälten sich Erwachsene pro Jahr. Kinder sogar sechs- bis zehnmal.


Die eigentliche Ansteckung verläuft in der Regel als sogenannte Tröpfcheninfektion: Eine erkältete Person hustet oder niest; dabei werden winzige Tröpfchen in die Luft ausgestoßen, in denen die Viren schwimmen. Über die Schleimhäute der Atemwege gelangen sie dann in den Körper. Noch häufiger nehmen wir die lästigen Erreger selbst auf: Beispielsweise indem wir uns ins Gesicht fassen, nachdem wir einen Türknauf oder einen Haltegriff im Bus nach einer infizierten Person berührt haben.

Gelingt es den Viren, sich festzusetzen, so entzündet sich die betroffene Schleimhaut in Nase oder Rachen. Sie schwillt an und behindert so die Atmung. Der zähflüssige Schleim wiederum ist ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht, die unerwünschten Eindringlinge hinauszubefördern. Dabei können wir ihn unterstützen – zum Beispiel indem wir viel Flüssigkeit zuführen und mit einer Inhalation.

Grippe oder Erkältung?

 Grippe

Erkältung

Symptome:

Hohes Fieber bis zu 41 °C,
Kopf- und Gliederschmerzen,
Müdigkeit,
Abgeschlagenheit

Erhöhte Temperatur

Verlauf:

Plötzlicher Krankheitsbeginn;
5–7 Tage bis mehrere Wochen

Schleichender Beginn mit Schnupfen;
klares Sekret, das erst später dickflüssig wird.
Evtl. zusätzliche bakterielle Infektion,
dann gelblich oder grün.
Besserung nach wenigen Tagen

Erreger:

Influenza-Viren

Corona-, Adeno-Viren oder Rhino-Viren